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Hinter den Kulissen

Die Fäden zusammenhalten

Hinter den Kulissen – Projektleiterin und Universitätsdozentin Dr. Ute Holfelder.

Als mich Barbara Maier im Herbst 2019 fragte, ob ich Lust hätte, gemeinsam mit ihr und Christa Herzog historische Ansichtskarten auszustellen, war meine Neugier geweckt. Als ich dann die Sammlung der Universitätsbibliothek zu Gesicht bekam, sagte ich sofort zu, denn ich vermutete hinter jedem der 501 Exemplare eine spannende Geschichte. Gerne wollte ich das Ausstellungsprojekt zusammen mit Studierenden entwickeln, weil sich über das Massenkommunikationsmittel „Postkarte“ eine Menge Wissen zu Populär- und Alltagskultur vermitteln lässt.

Die Lehrveranstaltung war auf ein Semester angelegt – die Studierenden sollten lernen, sich Wissen zu diversen Themenfeldern anzueignen und dieses in knappe, ausstellungstaugliche Texte zu übersetzen. Die langwierige Arbeit, Texte zu schreiben, zu kürzen, zu verwerfen, um- und neu zu schreiben meisterten die Studierenden bravourös – und das unter den erschwerten Bedingungen des zweiten „Corona-Semesters“.

Am Ende des Wintersemesters stand bereits ein erstes Ausstellungskonzept, das ich mit den Kuratorinnen Barbara Maier und Christa Herzog umsetzen wollte. Womit ich nicht gerechnet hatte: Den Studierenden war es ein großes Anliegen hierbei mitzuwirken und sie wollten unbedingt ein zweites Semester anhängen. Das Institut für Kulturanalyse fand hierfür eine Lösung – anstatt der anfänglich zwölf Studierenden waren im Sommersemester auf einmal dreißig angemeldet!

Ab sofort lautete meine Devise: Ruhe bewahren und den Überblick behalten! Es galt Zeitpläne zu schreiben, Arbeitsgruppen einzuteilen und Absprachen mit den Kuratorinnen sowie meiner Studienassistentin zu treffen. Auch im dritten Corona-Semester hatte ich mich noch nicht daran gewöhnt, (fast) alles über Zoom zu managen… Aber es funktionierte, und die Fäden ließen sich auch digital zusammenhalten – nicht zuletzt dank der kooperativen Zusammenarbeit mit den Kuratorinnen, der Unterstützung durch unsere Kolleg*innen vom D!ARC, unseren Grafikerinnen sowie unseren Lektor und des tollen Engagements der Studierenden!

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