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Postkarten

Die „Heimat“ der Postkartensammlung

Die Karte zeigt eine Häuserfront in der Kaufmanngasse, Klagenfurt. Eine Frau – vielleicht die Gattin von Direktor Fuchs, welcher von 1942 bis 1953 Leiter der Studienbibliothek war – steht vor einem Tor, die Hand auf der Türklinke. Bis 1970 war hier auf Nr. 11 der Eingang in die Studienbibliothek (im Zuge der Gründung Universität wurde diese in eine Universitätsbibliothek umgewandelt). Die Karte 133 zeigt also die „Heimat“ der Postkartensammlung.

Persönlicher, handschriftlicher Vermerk von Richard Fuchs – Leiter der Studienbibliothek von 1942 bis 1953.  

Sechs weitere Karten im Konvolut waren ursprünglich von Fuchs’ Verwandten versendet worden und sind also „gelaufen“. Wie durch ein Guckloch blickt man auf einen winzigen Ausschnitt von alltäglich Privatem, Persönlichem, wie exemplarisch die Karte Nr. 111 zeigt:

Familie wirkl. Amtsrat Hanns Fuchs, Wien 62/VII, Str. d. Julikämpfer 2/II
Augsdf-Velden  13.8.1942

Liebe Tante, lieber Onkel!
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, d.h. teils Regen, teils Sonnenschein verbringen wir hier die Tage. Noch ein Tag Frist ist mir gegeben, dann geht es über Klagenfurt nach Graz zu Mina und dann am Montag wieder nach Wien. Der Aufenthalt gestaltete sich trotz Krieg recht angenehm. Näheres mündlich. Hanne ist schon in Wien.
Lotte kommt Montag her.
Viele Handküsse von Gabriele und Hermann.

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