Kategorien
Allgemein

Lange Nacht der Forschung

Am 20. Mai 2022 fand die Lange Nacht der Forschung statt. Über 80 Stationen waren an dem Abend an der Universität Klagenfurt zu besichtigen. Auch die Ausstellung #UNGELAUFEN war zu sehen! Kinder und Eltern, Schüler*innen und Senior*innen, sie alle ließen sich in die vergangene Zeit der historischen Ansichtskarten mitnehmen und staunten nicht schlecht als sie erfuhren, dass die Post um 1900 bis zu sieben Mal täglich zugestellt wurde.

Laufzeit der Ausstellung:
20.05. bis 23.06.2022, Ostbrücke Universität Klagenfurt

Kategorien
Allgemein

Postkartenausstellung in der Klagenfurter Innenstadt

Von 14.12.2021 bis 27.01.2022 wandert die Postkartenausstellung in Klagenfurts Innenstadt, genauer gesagt in den ViertelRAUM in der Burggasse 8. Dies wurde in Zusammenarbeit mit der Viertelagentur – Kardinalviertel ermöglicht. Die Viertelagentur trägt durch vielfältige Projekte zur Belebung des Klagenfurter Kardinalviertels bei. So werden lokale Unternehmen gefördert, Veranstaltungen organisiert und Leerstände durch Zwischennutzung belebt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung junger Menschen, denen Raum zur Verwirklichung ihrer Projekte geboten wird. Damit soll die die Attraktivität Klagenfurts für junge Leute gesteigert werden. Die Verbindung zwischen Universität und der Innenstadt zu stärken ist dabei ein wichtiger Faktor.

Durch die Präsentation der Postkartenausstellung im ViertelRAUM wird das Lehrforschungsprojekt des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft im öffentlichen Raum Klagenfurts sichtbar. Aufgrund der zentralen Lage des Ausstellungsraumes kommen viele Passant*innen vorbei, schauen interessiert durch die Schaufenster und treten dann in den Raum ein. Die historischen Ansichten aus der Region stoßen auf reges Interesse und lösen persönliche Erinnerungen bei den Besucher*innen aus. Am 27. Jänner 2021 wird um 19 Uhr zur Finissage eingeladen.

Laufzeit der Ausstellung:
14.12.2021 bis 27.01.2022

Öffnungszeiten ViertelRAUM (Burggasse 8, Klagenfurt):
DI 16:00-18:00 Uhr
DO 14:00-16:00 Uhr

#UNGELAUFEN in der Klagenfurter Innenstadt, (c) aau/Fritzer
Historischen Ansichten rufen persönliche Erinnerungen bei Besucher*innen hervor. (c) aau/Fritzer
Kategorien
Interview

Interview mit Studentin Karina Lochner

Die Kulturwissenschaftsstudentin Karina Lochner berichtet vom Lehrforschungsprojekt und der Suche nach der Karbatsch-Katel.

Kategorien
Interview

Interview mit Bibliothekarin Christa Herzog

Die Leiterin der Kostbarkeiten-Reihe der Universitätsbibliothek Klagenfurt, Christa Herzog, erzählt von der Postkartensammlung.

Kategorien
Interview

Interview mit Kuratorin Barbara Maier

Die Kuratorin und Leiterin von Wissen schafft Kunst, Barbara Maier, berichtet von der Idee der Postkarten-Ausstellung.

Kategorien
Interview

Interview mit Dr. Ute Holfelder

Die Kulturwissenschaftlerin Dr. Ute Holfelder gibt Einblicke in die Arbeit an der Postkarten Ausstellung #UNGELAUFEN.

Kategorien
Postkarten

Die „Heimat“ der Postkartensammlung

Die Karte zeigt eine Häuserfront in der Kaufmanngasse, Klagenfurt. Eine Frau – vielleicht die Gattin von Direktor Fuchs, welcher von 1942 bis 1953 Leiter der Studienbibliothek war – steht vor einem Tor, die Hand auf der Türklinke. Bis 1970 war hier auf Nr. 11 der Eingang in die Studienbibliothek (im Zuge der Gründung Universität wurde diese in eine Universitätsbibliothek umgewandelt). Die Karte 133 zeigt also die „Heimat“ der Postkartensammlung.

Persönlicher, handschriftlicher Vermerk von Richard Fuchs – Leiter der Studienbibliothek von 1942 bis 1953.  

Sechs weitere Karten im Konvolut waren ursprünglich von Fuchs’ Verwandten versendet worden und sind also „gelaufen“. Wie durch ein Guckloch blickt man auf einen winzigen Ausschnitt von alltäglich Privatem, Persönlichem, wie exemplarisch die Karte Nr. 111 zeigt:

Familie wirkl. Amtsrat Hanns Fuchs, Wien 62/VII, Str. d. Julikämpfer 2/II
Augsdf-Velden  13.8.1942

Liebe Tante, lieber Onkel!
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, d.h. teils Regen, teils Sonnenschein verbringen wir hier die Tage. Noch ein Tag Frist ist mir gegeben, dann geht es über Klagenfurt nach Graz zu Mina und dann am Montag wieder nach Wien. Der Aufenthalt gestaltete sich trotz Krieg recht angenehm. Näheres mündlich. Hanne ist schon in Wien.
Lotte kommt Montag her.
Viele Handküsse von Gabriele und Hermann.

Kategorien
Allgemein

Aller Anfang ist schwer – auch wenn er spannend ist

Eine Studentin berichtet.

Ein Ausstellungskonzept im Rahmen einer Lehrveranstaltung entwickeln und umsetzen? Das klang so interessant, dass ich mich neben einer Reihe weiterer Studierender sofort zum Seminar „Ausstellung machen. Konzepte entwickeln und umsetzen“ einschrieb. Mir war zwar nicht ganz klar, was auf mich zukommen würde, aber meine Bereitschaft, zu einem Format kreativer Wissensvermittlung beizutragen, war groß.

Durch den, der Corona-Pandemie geschuldeten, Lockdown fanden wir uns in Online-Meetings wieder, um uns in Kleingruppen zu organisieren und jene unzähligen Details und Entwicklungsschritte auszuarbeiten, die hinter einer Ausstellung stecken. Wir sahen uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert, denn die meisten von uns starteten mit wenig Erfahrung in die Konzeption der Ausstellung. Die Beschäftigung mit den Postkarten hatte etwas Sentimentales und Emotionales. Die Reise durch das Postkarten-Material lieferte uns (wissenschaftliche) Erkenntnisse, warf aber auch Fragen auf. Es machte Freude, durch das Ausstellen des Postkartenbestands der Universitätsbibliothek wissensvermittelnd tätig zu werden. Dass Menschen begleitend zur Ausstellung die Möglichkeit haben, diese auch virtuell zu besuchen, ist ein gelungenes Experiment. Engagement ließ aus diesem Ausstellungsprojekt ein spannendes Erlebnis werden.

Kategorien
Hinter den Kulissen

Die Farben der Karbatsch-Katel oder aus dem Leben einer Grafikgruppe

Hinter den Kulissen – Grafik.

Geschmäcker und Farbnuancen sind ja bekanntlich vielfältig. Darum war es auch gar nicht so einfach die passenden Farben und Darstellungsformen für die Textbanner der Ausstellung #UNGELAUFEN – 501 historische Ansichtskarten zu wählen.

Künstlerisch ambitioniert und motiviert, schafften wir, die Grafikgruppe, es dennoch unsere Ideen in einem gemeinsamen Konzept zu vereinen. „The Colours of the Year 2021“ – ja so etwas gibt es wirklich – waren unser Ausgangspunkt. Aus diesem Vorschlag heraus, entwickelte unsere Grafikerin Michaela die Idee, eine Farbskala aus unserer Leitpostkarte „Karbatsch-Katel“ zu generieren. Erschien der Scan der Karbatsch-Katel-Karte zuerst ausgeblichen und eintönig, zeigte ein professioneller Scan die Tiefe der Farbnuancen, die in der Abbildung stecken. Wir entschieden uns, drei dieser Karbatsch-Katel-Farbtöne für die Textbanner zu nutzen.

Texte und Bilder galt es nun zu fusionieren, um die Inhalte unserer Ausstellung transportieren zu können. Unser bildnerischer Tatendrang wurde durch die fachliche Kompetenz Michaelas bereichert und unser picassogleicher Entwurf der „Erstlingsbanner“ entwickelte sich zu einem DaVinci!

Farbenfroh und doch elegant ging schon bald unser erstes Banner in den Vorabdruck. Dadurch kam die eine oder andere Unstimmigkeit noch zum Vorschein. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Grafikerin Michaela, für die Unterstützung durch ihr geschultes Auge!

Die Farbdiskussion war damit aber noch nicht beendet. Nun galt es zu entscheiden, welche Ausstellungstexte mit welcher der drei ausgewählten Farben hinterlegt werden sollte. Diese Entscheidung wurde letztlich in Abstimmung mit den Kurator*innen getroffen – denn das Farbkonzept muss auch zu den Textinhalten und der Hängung der Fahnen passen. Die Textbanner sind nun bereit und können noch bis 31. Oktober 2021 im Zeitschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek besichtigt werden.

Die Moral von der Geschicht’: Schwarz und Weiß sind Nichtfarben und manchmal darf es auch etwas bunter sein. Und: Es ist gar nicht so einfach den Geschmack eines Jeden zu treffen oder einen Termin zu finden, an dem alle Zeit haben!

Kategorien
Hinter den Kulissen

Raum neu denken – Ausstellung digital

Hinter den Kulissen – Webseiten-Gruppe.

Wenn man an eine Ausstellung denkt, so denkt man an einen Raum mit weißen Wänden, gemalten Bildern und gedruckten Texten. Man denkt an einen Ort, den man betreten, durchqueren und verlassen kann. Doch Ausstellung geht auch anders: digital, in einem Raum mit unergründlichen Tiefen, der doch nur aus 0 und 1 besteht.

Sie befinden sich gerade in einem solch virtuellen Raum, lesen einen Text, lesen viele Texte über Ansichtskarten und haben viele Ansichtskarten gesehen, ohne sie jemals gesehen zu haben. Wir freuen uns, dass Sie hier sind. Willkommen in der virtuellen Ausstellung #UNGELAUFEN – 501 historische Ansichtskarten!

Wir, die Webseiten-Gruppe der Postkarten-Ausstellung, haben diese Räume entwickelt, durch die Sie sich derzeit „bewegen“. Wir haben sie gebaut und waren dabei stets mit der Ambivalenz zwischen Freiheit und Abhängigkeit konfrontiert. Denn einerseits bietet das Internet eine undurchdringbare Vielzahl an Möglichkeiten – Sie ahnen ja nicht, wie viele Plugins (also Software-Zusatzmodule) ein Content Management System wie WordPress (ein Software-System, mit dem man Webseiten erstellen kann) hat. Andererseits ist man stets mit der Inflexibilität der Webseiten-Tools konfrontiert. Auch wenn man „einfach nur“ das eine Kästchen größer, das andere kleiner, die Überschrift weiter oben und das Bild weiter unten haben möchte, stößt man immer wieder an die Grenzen des Systems. Dabei scheint das Anliegen doch so einfach zu sein – in der realen Welt kann man die Gegenstände in der Vitrine doch auch problemlos hin- und herschieben, bis alles passt. Aber die virtuelle Welt ist eben anders… Viele Fehlversuche und noch mehr Tutorials später, waren die meisten Probleme gelöst. YouTube ist in diesem Semester zu unserem besten Freund geworden.

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit bestand darin, die richtigen Tools für die Erstellung einer Ausstellung zu finden. Wie kann eine interaktive Karte gestaltet werden und wie sollen die Ausstellungsräume aussehen? Waren die Tools einmal gewählt und ein gewisses Grundverständnis über deren Nutzung angeeignet, mussten die Informationen, Texte und Bilder noch eingepflegt werden. Kopieren, einfügen, kopieren, einfügen … zum Glück gibt es so etwas wie Shortcuts (sprich Tastenkürzel).

Die virtuelle Ausstellung ist nun eröffnet. Schauen Sie sich um, machen Sie einen Rundgang und verlaufen Sie sich nicht. Wann immer Sie auf die Landing Page (sprich die Hauptseite) zurück wollen, klicken Sie auf die Karbatsch-Katel-Figur in der oberen Menüleiste. Sie wird Ihnen den Weg zum Hauptraum unserer Ausstellung weisen.

Viel Spaß!
Ihr Webseiten-Team